KLC 2008 - Most Technical Kiteloop

Vom 11. bis 12. Oktober wurde in Laboe der diesjährige Kite Loop Contest vollzogen. Mit einem Richman wurdemir der Pokal für den "most technical kiteloop" vergeben.

Als ich Freitag Abend auf dem Weg nach Laboe war schwenkte der Beifahrer des PKWs vor mir plötzlich eine Rote Kelle. Kurze Zeit später machte es in meinem Kopf klick und mir war klar, wie es jetzt weitergehen würde: Ich folgte dem Polizisten in Zivil und befolgte deren Aufforderungen. Als ich versicherte, dass ich nüchtern bin, kein Alkohol getrunken und keine anderen berauschenden Mittel wie Cannabis oder Cocain zu mir genommen habe, meinte der Polizist nur, dass er mir kein Wort glaubt und leuchtete mit seiner kleinen Taschenlampe direkt in meine Augen, woraufhin er einen Drogentest vorschlug. Es gab nur zwei Probleme. Ich war grad auf Toilette und er hatte keinen Test dabei. Während der Schnelltest von einem anderen Polizeifahrzeug gebracht wurde, fing ich an zu trinken. das einzig flüssige was sich in meinem Bulli befand, war RedBull. Als ich die dritte Dose zur hälfte geleert hatte, kam endlich der Pinkeltest. Die Blase war wieder gefüllt und es konnte los gehen. Schon nach kurzer Zeit war zu erkennen, dass sich in meinem Blut kein COC, MET, PCP, THC, OPI, AMP oder andere Ablagerungsstoffe von illegalen Drogen befinden. Verblüfft und sich ärgernd meint der Beamte zu mir, dass er sich über das Ergebnis wundert und ich nach der Reaktion meiner Pupillen  völlig zu sein müsste, da meine Pupillengröße sogar bei konstanten Lichtverhältnissen schwankenden würden. Die Droge „Kitesurfen“ scheint sich also doch auf den Körper auszuwirken...


In Laboe angekommen viel ich hundemüde in mein Bett und registrierte mich nächsten morgen bei strahlenden Sonnenschein und satten 5 Bft für den KLC. Nach einem ausgiebigen Frühstück pumpte ich in aller ruhe meinen zwölfer Torch auf und legte sorgfältig die leinen aus. Durch den süd-west Wind war kaum noch Wasser in der Kieler Förde und Laboe bot zwischen einigen Sandbänken und dem Strand eine kleine Rinne in der die Wassertiefe für die Einschläge nach den missglückten Kiteloops reichen musste. Als mein Kite stramm am Himmel stand, stellte ich fest, dass alle anderen 9er oder 10er Kites flogen. Ich entschied mich also mit meinem 12er erstmal ruhig anzufangen, um mich nicht gleich auszunocken und  wieder wie auf Drogen aussehe. Nach einem einfachen Kiteloop Handlepass merke ich die Kraft und entschied mich bei dieser Ktegröße zu bleiben, wenn der Wind nicht zunimmt und landete danach einen sauberen L3 (Kiteloop Backloop Handlepass). Nachdem ich mir kurz Gedanken über die Wassertiefe machte, kam ich zu dem Entschluss entweder alles zu geben oder vom Wasser zu gehen und meine Sachen einzupacken. Der nächste Kiteloop sollte also die vorherigen toppen. Ich sprang mit hoher Geschwindigkeit kraftvoll ab, rotierte zwei Mal rückwärts horizontal um die eigene Achse und zog danach die Bar explosiv zur Hüfte, um bei einer vertikalen 360 Grad Drehung die Bar hinter dem Rücken von der rechten in die Linke Hand zu übergeben. Während dieser 1080 Grad Drehung drehte der Kite einen Loop und sorgte für eine amtliche Querbeschleunigung. Als die Finnen meines Boards wieder Wasser berührten konnte ich es kaum fassen, diesen „Richman“ sauber gelandet zu haben. Insgesamt war ich noch etliche Stunden auf dem wasser und tobte mich mit Tim, Bubi, Stefan, Marius und co aus.


Am Sonntag wurde mir nach einer netten Partynacht im Luna der Pokal für „MOST TECHNICAL KITELOOP“ überreicht.

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